SFB 472 - Molekulare Bioenergetik

Teilprojekt P15 Prisner

Mehrdimensionale EPR-Spektroskopie an proteingebundenen redoxaktiven paramagnetischen Zentren


Übersicht

Ziel dieses Teilprojektes ist es, die funktionelle Rolle von paramagnetischen Zentren bei Elektronentransfer- (ET) und katalytischen Reaktionen in Proteinkomplexen (z.B. in der Atmungskette, siehe Abbildung) zu untersuchen und zu beschreiben. EPR-Spektroskopie ist eine hervorragend geeignete Methode, um diese Zentren und ihre lokale Proteinumgebung zu charakterisieren.


Die paramagnetischen Zentren können dabei EPR-spektroskopisch in drei Klassen unterteilt werden:

Ziele

Folgende Projekte sollen in der neuen Periode mit Hilfe dieser Methoden untersucht werden:

Geräte

In unserer Arbeitsgruppe stehen Puls- und cw-EPR-Spektrometer bei 0,1 T (3 GHz, S-Band), 0,3 T (9 GHz, X-Band) und bei 6,4 T (180 GHz, G-Band) zur Verfügung. Das gepulste S-Band- und das weltweit höchstfrequente gepulste G-Band-Spektrometer wurden in der Arbeitsgruppe entwickelt. Cw- und Puls-ENDOR-Experimente können im X-Band durchgeführt werden, PELDOR-Methoden wurden ebenfalls in der Arbeitsgruppe im S-Band und im X-Band entwickelt und erprobt. Vor allem eine Kombination dieser spezialisierten EPR-Methoden mit Informationen aus Röntgenstrukturdaten oder anderen spektroskopischen Techniken erlauben eine detaillierte Beschreibung der paramagnetischen Zentren und ihrer Funktion. Ein Paradebeispiel für solch eine synergetische und weitreichende Zusammenarbeit sind die Photosysteme I und II sowie photosynthetische Reaktionszentren aus Bakterien.
  • Was ist EPR-Spektroskopie?

    Literatur

    Eigene Arbeiten die im Zusammenhang mit Projekten des Sonderforschungsbereiches stehen.

    Seminare

    Folgende Seminare fanden in SS2002 statt. Das Programme für WS2002/2003 folgt demnächst.